BMW i3: Der Elektro-3er schafft bis zu 912 km

Beim Namen i3 denken viele an den kleinen Stadtwagen der vergangenen Jahre. Der neue BMW i3 ist etwas anderes: der erste vollelektrische 3er, eine klassische Limousine. Laut BMW fährt die Version i3 50 xDrive nach WLTP bis zu 912 km weit. Sie lädt mit bis zu 400 kW. Der i3 ist das zweite Modell der Neuen Klasse. Gebaut wird er im BMW Werk München, die Produktion startete am 6. August 2026. Bestellen können Sie ihn seit dem 30. September 2026.
So groß ist die neue Limousine
Der i3 ist 4.760 mm lang, 1.865 mm breit und 1.480 mm hoch. Der Radstand beträgt 2.897 mm. Gegenüber dem bisherigen 3er (G20) wächst die Limousine laut BMW-Maßangaben in jeder Richtung. Sie legt 47 mm in der Länge zu, 38 mm in der Breite und 32 mm in der Höhe. Der Radstand wächst um 46 mm.
Der Kofferraum fasst 420 Liter. Hinzu kommt ein Staufach unter der Frontklappe mit 31 Litern. Laut BMW passen dort das Ladekabel oder der Multifunction Charger hinein. Der 3er mit Verbrennungsmotor bietet 450 Liter. Die Rücksitzlehne lässt sich bei allen Varianten im Verhältnis 40:20:40 umklappen.
Serienmäßig rollt der i3 auf 19-Zoll-Rädern, wählbar sind bis zu 21 Zoll.
Zwei Antriebe: 374 oder 469 PS
Zum Marktstart gibt es zwei Versionen. Beide haben Allradantrieb mit je einer E-Maschine an Vorder- und Hinterachse. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei beiden elektronisch auf 200 km/h begrenzt. Alle Werte sind laut BMW vorläufig.
- i3 50 xDrive: 345 kW (469 PS), 645 Nm, 0 auf 100 km/h in 4,7 s.
- Batterie 108,7 kWh netto, Reichweite bis zu 912 km, Verbrauch 18,0 bis 13,4 kWh/100 km.
- i3 40 xDrive: 275 kW (374 PS), 520 Nm, 0 auf 100 km/h in 5,4 s.
- Batterie 82,8 kWh netto, Reichweite bis zu 710 km, Verbrauch 17,9 bis 14,3 kWh/100 km.
Je nach Konfiguration liegt die Reichweite des i3 50 xDrive zwischen 729 und 912 km. Beim i3 40 xDrive sind es 566 bis 710 km. Räder und Ausstattung beeinflussen sie also spürbar.
Den Autobahnverbrauch weist BMW gesondert aus: 22,0 bis 16,7 kWh/100 km beim i3 50 xDrive. Das sind etwa 22 bis 25 Prozent mehr als im gemischten Wert (22,0 gegenüber 18,0 und 16,7 gegenüber 13,4 kWh). Die 912 km sind deshalb ein Bestwert. Auf der Autobahn sollten Sie mit deutlich weniger rechnen.
Als Spitzenmodell folgt 2027 der i3 M60 xDrive, bisher ein Prototyp ohne offizielle Verbrauchswerte.
Laden: 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent
An der Gleichstrom-Säule (DC) lädt der i3 50 xDrive mit bis zu 400 kW. Der i3 40 xDrive schafft bis zu 300 kW. Für 10 bis 80 Prozent nennt BMW bei beiden Versionen 21 Minuten. Nach 10 Minuten an einer passenden Säule sind laut BMW bis zu 423 km nachgeladen (i3 50 xDrive). Beim i3 40 xDrive sind es bis zu 337 km.
Warum die Zeit gleich ist, zeigt eine eigene Rechnung mit den BMW-Zahlen. Beim i3 50 xDrive sind 70 Prozent von 108,7 kWh rund 76 kWh. In 21 Minuten (0,35 Stunden) ergibt das im Schnitt etwa 217 kW. Beim i3 40 xDrive sind es 58 kWh und im Schnitt etwa 166 kW. Der größere Akku nimmt in derselben Zeit also mehr Energie auf.
Zu Hause lädt der i3 serienmäßig mit 11 kW Wechselstrom. Mit AC-Laden Professional sind es 22 kW. Von 0 auf 100 Prozent dauert das beim i3 50 xDrive 11 Stunden (11 kW) oder 5,5 Stunden (22 kW). Der i3 40 xDrive braucht 8:15 Stunden beziehungsweise 4:15 Stunden. Der i3 kann auch Strom abgeben. Mit der passenden Gleichstrom-Wallbox sind bis zu 11 kW möglich. Das geht ins Haus (Vehicle to Home) oder ins Netz (Vehicle to Grid).
Die neue Batteriegeneration (Gen6) bringt laut BMW 30 Prozent mehr Reichweite und 30 Prozent schnelleres Laden. Verglichen wird mit der Gen5 in anderen BMW Baureihen.
Welche Version passt zu wem?
Der i3 50 xDrive kostet 6.000 Euro mehr als der i3 40 xDrive. Dafür bekommen Sie 25,9 kWh mehr Batterie, 202 km mehr Reichweite und 70 kW mehr Leistung. Hinzu kommen 0,7 Sekunden weniger bis 100 km/h und die höhere Ladeleistung. Umgerechnet sind das gut 230 Euro je zusätzliche Kilowattstunde. Die Mehrleistung allein rechtfertigt den Aufpreis kaum, denn auch der i3 40 xDrive hat 374 PS.
Die größere Batterie lohnt sich vor allem für Vielfahrer auf der Langstrecke. Das Gleiche gilt, wenn Sie nicht regelmäßig zu Hause laden. Sie brauchen dann seltener einen Ladestopp. Wer überwiegend pendelt und zu Hause oder bei der Arbeit lädt, kommt mit dem i3 40 xDrive aus. Er schafft bis zu 710 km und braucht für 10 bis 80 Prozent genauso lange.
Gegenüber dem BMW 320 mit Verbrennungsmotor ist der i3 schwerer. Das Leergewicht (DIN) liegt beim i3 50 xDrive bei 2.205 kg und beim i3 40 xDrive bei 2.090 kg. Der 320 wiegt 1.680 kg. Die Zuladung sinkt von 550 auf 505 kg. Dafür leistet der i3 40 xDrive 163 PS mehr als der 320 (211 PS). Auf 100 km/h ist er 2,0 Sekunden schneller (5,4 gegenüber 7,4 s).
Was das für Deutschland, Österreich und die Schweiz bedeutet
In Deutschland begann der Bestellstart der neuen 3er am 30. September 2026. Einen konkreten Auslieferungstermin nennt BMW in den Unterlagen nicht. Ihr BMW Partner kann Ihnen den aktuellen Liefertermin nennen.
BMW Österreich nannte am 18. Juni 2026 für den i3 50 xDrive 65.900 Euro inklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer. Den Marktstart plant BMW für den Herbst 2026. Wichtige Teile des Antriebs entstehen im BMW Werk Steyr. Einen österreichischen Preis für den i3 40 xDrive haben wir in den BMW-Unterlagen nicht gefunden.
BMW Schweiz nannte in seiner Mitteilung vom 18. Juni 2026 nur die Euro-Preise für Deutschland. Preise in Franken haben wir nicht aus einer BMW-Quelle bestätigt. Freihändiges Fahren mit dem Autobahnassistenten bis 130 km/h nennt BMW bis Ende 2026 auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Die Preise in Deutschland laut BMW vom 30. September 2026: i3 40 xDrive ab 59.900 Euro, i3 50 xDrive ab 65.900 Euro. Der BMW 320 beginnt bei 54.900 Euro. Die Sonderedition i3 50 xDrive First Edition nannte BMW am 18. Juni 2026 mit 75.340 Euro.
Wer den i3 ernsthaft erwägt, klärt zuerst die Lademöglichkeit zu Hause und die typische Streckenlänge. Daraus ergibt sich fast von selbst, ob die Zusatzkilometer des i3 50 xDrive den Aufpreis wert sind.


